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SONNTAG, 25. JULI 2015


Überseetörn: Unwetterwarnung beendet Programm vorzeitig    

Viel Wasser von oben im Europahafen

Frauke Fischer


Blauer Himmel und weiße Wölkchen, dazu eine frische Brise – wenn es dabei geblieben wäre, hätte es mit dem Überseetörn am Europahafen ein feiner Tag werden können. Doch der Wettergott schickte der Sonne ab Mittag Sturm und Regen hinterher.


Eine Frage der Kraft und des guten Zusammenspiels: Die „Likedeeler“ in ihren grünen Trikots mussten gegen die „Sixt“-Crew auf der Hanse Kogge ordentlich in die Riemen gehen. (Frank Thomas Koch)

Blauer Himmel und weiße Wölkchen, dazu eine frische Brise – wenn es dabei geblieben wäre, hätte es mit dem Überseetörn am Europahafen ein feiner Tag werden können. Doch der Wettergott schickte der Sonne ab Mittag Sturm und Regen hinterher. Für die Besucher des bunten Treibens und so manchen Programmpunkt bedeutete das unliebsame Zwangspausen, in denen sie mehrmals spontan Schutz suchen mussten. Am Nachmittag begannen die Veranstalter vorzeitig mit Abbau oder Sicherung von Bühne, Buden und Zelten. Heute hoffen sie auf ruhigeres Fahrwasser für die verschiedenen Touren mit dem Schiff, aber auch zu Fuß und im Bus durch die alten Hafengebiete.

Vor allem die Kutterpuller-Teams hätten sich am Sonnabend darüber gefreut, wenn es bei Sonne und einer Brise geblieben wäre. Isabel Müller und das Team der „Likedeeler“ hatten mittags schon das erste Rennen hinter sich und warteten auf den nächsten Einsatz und Gegner. Seit einem Jahr gibt es die Crew mit Sportbegeisterten aus Bremen und umzu. „Unser Steuermann hat uns zusammengebracht“, sagt Müller. Schon im Jahr zuvor hatte das Team am Wettbewerb im Europahafen teilgenommen. „Das hat uns so gut gefallen, dass wir weiter gemacht haben“, erzählt die Freizeitsportlerin. Seitdem sind die „Likedeeler“ schon bei einigen auch größeren Turnieren in ganz Norddeutschland dabei gewesen. Immer sonntags trainieren sie auf der Weser zwischen Weserstadion und „Kellog’s“. „Es macht vor allem dann Spaß, wenn man ein gutes Team hat“, sagt Isabel Müller. Der Reiz am Kutterpullen liege auch ein bisschen in der Exotik der Sportart. Viele Leute fragten nach, was das eigentlich sei und was man dabei mache.

„Kraft ist das eine, das Zusammenspiel das andere“, erklärt Astrid Haase, die zum Firmenteam von „Vollers“ gehört. Zehn Puller, fünf Paare, folgen dem Zuruf ihres Steuermanns. Wenn es gut klappt mit dem Zusammenspiel und die Riemen im Gleichklang durchs Wasser ziehen, nehmen die Boote vom Start weg rasant Fahrt auf. Immer montags, so Andreas Cornelsen aus dem „Vollers“-Team, wird in Habenhausen trainiert. Andere Firmenteams werden für das Training sogar freigestellt und treffen sich mehrmals die Woche.

An diesem Sonnabend meinte es das Wetter dann aber weder mit den Kutterpullern noch mit den Veranstaltern, Budenbesitzern und Besuchern des „Überseetörns“ so richtig gut. Ein Gewitter um die Mittagszeit bescherte den Kutterpullern eine erste Zwangspause. Als am Nachmittag die Trockenphasen zwischen den Schauern immer kürzer wurden, schaute Organisator Frank Bischoff immer öfter besorgt zum Himmel hinauf und auf sein Handy. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit der Polizei“, sagte er. Wie der „Tag der Fans“ am Weserstadion, war auch der „Überseetörn“ von Sturmböen und Starkregen gefährdet. Es gab Gewitterwarnungen und aus Hamburg kam die Kunde, dass dort vorsorglich größere Veranstaltungen wegen zu erwartender Unwetter abgesagt worden seien.

„Wenn es zu schlimm wird, müssen wir aus Sicherheitsgründen auch abbrechen“, sagte Bischoff. Da der Deutsche Wetterdienst am späten Nachmittag erneut ein Unwetter, das von den Niederlanden nahte, vorhersagte, entschied sich die Überseetörn-Crew schließlich, das Bühnenprogramm vorzeitig zu beenden, Buden und Zelte zu sichern. Viele Menschen nutzten die Stunden zuvor für die angebotenen Führungen und Fahrten durch die Überseestadt. Auf der „Walle-Heimat-Tour“ geht es beispielsweise auch heute noch um das alte Walle, die Kaisen-Häuser und die Union-Brauerei. Außerdem gibt es einen Bus-Törn zu Lloyd Caffee auf dem ehemaligen Kaffee-Hag-Gelände. Das Programm soll maritim und an Geschichte interessierte Menschen anlocken. Wetterunabhängig ist der Floh- und Antikmarkt im Schuppen Eins von 11 bis 18 Uhr.



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